Bei der Beurteilung und Bewertung von Münzen spielt es eine bedeutende Rolle, in welchem Erhaltungsgrad sich die entsprechende Münze befindet. Die Bestimmung des Erhaltungsgrades ist grundsätzlich eine subjektive Einschätzung, da auch die bewährten Klassifizierungssysteme viel Spielraum in der Interpretation zulassen. Der Erhaltungsgrad ist, insbesondere bei zirkulierten Münzen, sehr unterschiedlich gegenüber den unzirkulierten Münzen, da hier beispielsweise durch eine vorliegende Patina eine Münze in einen besseren Erhaltungsgrad eingestuft werden könnte, als bei Münzen die durch diverse Methoden "blank poliert" wurden. Dies bedeutet, dass nur weil eine ältere Münze "glänzt", weist sie nicht zwingend einen höheren Erhaltungsgrad auf. Oftmals ist das Gegenteil der Fall. 

 

J-portray bewertet den Erhaltungsgrad nach bestem Wissen und Gewissen sowie werden die Münzen zum Teil von mehreren Personen eingestuft. Bei Zweifel wird die jeweilige Münze stets einem Erhaltungsgrad niedriger zugeordnet. Im Folgenden stellen wir hier die häufigsten Erhaltungsgrade vor und erläutern wie wir die entsprechenden Erhaltungsgrade definieren:

 

Erhaltungsgrad  Erläuterung
   
Polierte Platte (PP)

Die Bezeichnung polierte Platte wird häufig verwendet um einer Münze eine sehr gute Qualität zuzuordnen. Die polierte Platte kann jedoch nicht zur Bezeichnung eines Erhaltungsgrades verwendet werden, da es sich hierbei um eine besondere Prägetechnik handelt. Denn Münzen in polierter Platte können auch einen sehr schlechten Erhaltungsgrad aufweisen. 

Spiegelglanz

(spg)

 Die Münzen weisen keine Gebrauchsspuren oder Beschädigungen auf. Die Münzen weisen in ihrer Gesamtheit den metallischen Glanz auf. Häufig sind die Münzen in Spiegelglanz von der Prägestätte verpackt oder eingeschweißt. Als Spiegelglanz bezeichnen wir ausschließlich die Münzen, die seitens der Prägeanstalt als Spiegelglanz definiert wurden und die sich in der unbeschädigten original Umverpackung befinden. 

Stempelglanz

(stg)

Die Münzen weisen keine Gebrauchsspuren oder Beschädigungen auf, die mit bloßem Auge erkennbar sind. Da es sich hierbei um eine maschinelle Herstellung handelt, sind herstellungsbedingte Spuren möglich. Die Münzen weisen in ihrer Gesamtheit den metallischen Glanz auf. 

vorzüglich

(vz)

Die Münzen sind in der Regel unzirkuliert bzw. allenfalls nur sehr kurz zirkuliert und weisen entsprechende Gebrauchsspuren auf. Das Relief ist völlig unbeschadet.  Beschädigungen sollten nicht mit bloßem Auge erkennbar sein. Da es sich hierbei um eine maschinelle Herstellung handelt, sind herstellungsbedingte Spuren möglich. Der metallische Glanz ist zum Teil noch erkennbar. 
sehr schön (ss) Die Münzen sind u.U. zirkuliert und weisen Gebrauchs- oder Abnutzungsspuren auf, haben jedoch keine bzw. marginale Beschädigungen. Das Relief ist deutlich zu erkennen und nur marginal beschädigt oder abgenutzt. Insgesamt ist die Münze in einer guten Erhaltung. Als sehr schön werden zum Teil auch Münzen eingestuft, die gesäubert oder poliert wurden. 

schön

(s)

Die Münzen sind zirkuliert, weisen Gebrauchs- oder Abnutzungserscheinungen auf. Diese Münzen können angelaufen, beschmutzt oder durch Materialreaktionen verändert sein. Beschädigungen sind häufig vorhanden. Die Münzen sind jedoch noch vollständig erkenn- und identifizierbar. J-portray bietet Münzen in dem Erhaltungsgrad 

gering erhalten

(ge) 

Das Münzbild ist beeinträchtigt und neben Gebrauchs- oder Abnutzungserscheinungen können Beschädigungen vorhanden sein. Dieser Erhaltungsgrad ist in der Regel nicht sammelwürdig. Münzen in dem Erhaltungsgrad werden von J-portray nicht angeboten.